14.07.2008 – Bayerischer Verdienstorden für Herbaria-Inhaber

d2917f6f223f7c87be2e63ce319d481204700342.jpg

Dem Eigentümer und Geschäftsführer von Herbaria, Otto Greither, wurde vergangenen Freitag der bayerische Verdienstorden verliehen. Der 83-jährige Unternehmer erhielt die höchste Auszeichnung des Freistaates für das soziale Engagement in seinen Betrieben und in der oberbayerischen Gemeinde Bruckmühl - Greithers Wohnort und Standort seiner Firma SALUS Haus. In einem feierlichen Festakt im Antiquarium der Residenz München ehrte der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein mit dem Orden insgesamt 67 Persönlichkeiten und sagte: "Sie geben den Menschen Halt und Orientierung - und unserer Gesellschaft ein Stück mehr Wärme." Für Greither ist dies nicht die erste offzielle Auszeichnung. Er ist unter anderem Träger des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der BRD (1989), des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse (1999) und Bayerischen Staatsmedaille für Umwelt und Gesundheit (2004). Außerdem erhielt er 2003 den Titel "Öko-Manager des Jahres" vom Wirtschaftsmagazin Capital und der Umweltstiftung WWF (World Wide Fund For Nature).

Otto Greither - eine erfolgreiche und engagierte Unternehmerpersönlichkeit

Im Alter von zwanzig Jahren übernahm Otto Greither im Jahr 1945 die Geschäftsleitung der Naturarzneilmittel-Firma SALUS Haus in München, die sein Vater Dr. med. Otto Greither 1916 gegründet hatte. In den fast 60 Jahren seines erfolgreichen Wirkens hat Greither aus dem Salus-Haus eine Firmengruppe geschaffen, die zu den Marktführern in der Reformhausbranche zählt. 1979 erwarb er die Herbaria Kräuterparadies GmbH, gegründet im Jahr 1919 als Kräuterfirma zur Heilmittelherstellung. Ab 1981 belieferte Herbaria die ersten Naturkostläden als Spezialist für ökologische Tees, Kräuter und Gewürze. 1987 engagierte sich das Unternehmen als aktives Gründungsmitglied des ersten Bundesverbandes Naturkost Naturwaren e. V. (BNN) und entwickelt diesen bis heute mit weiter. Ingesamt beschäftigt Greither heute über 500 Personen in seinen verschiedenen Betrieben, die sich durch eine äußerst geringe Fluktuation und eine lange Betriebszugehörigkeit auszeichnen. Dies ist wahrscheinlich nicht zuletzt auf das "ausgeprägte soziale Engagement" des Firmenlenkers zurückzuführen, das ihm von seinen Mitarbeitern bestätigt wird. So gibt es beispielsweise Firmenbeihilfe in Krankheits- und Sterbefällen, um soziale Härten abzumildern.

Der Umweltschützer

Auch im Bereich Tier- und Pflanzenschutz macht sich Greither verdient. Im Jahr 1995 erwarb er einen schutzwürdigen Auwald in Bruckmühl. Dieser wurde in den folgenden Jahren erschlossen, wobei der typische Auwald-Charakter mit dem alten Laubbaumbestand erhalten und neue Feuchtflächen und Teiche geschaffen wurden. Das öffentlich zugängliche Biotop erstreckt sich heute über 27.000 Quadradtmeter und beherbergt fast alle in Bayern vorkommenden Bäume und Sträucher. Auf dem Firmengelände des SALUS Hauses entstand auf Initiative von Otto Greither ein von Biologen, Schulen und Gartenbauvereinen sehr geschätzter Kräutergarten, in dem unter anderem Versuchsanbau für Forschungs- und Entwicklungszwecke betrieben wird. Auf seiner Farm in Chile widmet sich Greither durch Nachzüchtungen dem Artenschutz. Sein Engagement umfasst außerdem noch Beteiligungen an Dritte-Welt-Projekten, zum Beispiel in Bolivien, Namibia oder in der Sahelzone.

06a39fac8f054ca8dfe91fb772e758f04cc2ddcc.jpg

Der bayerische Verdienstorden

Der Bayerische Verdienstorden wurde 1957 durch ein Gesetz des Bayerischen Landtages geschaffen. Er wird als Zeichen ehrender und dankbarer Anerkennung für hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und das bayerische Volk verliehen und ist ein Symbol für den herausragenden Einsatz und das außerordentliche Engagement von Bürgerinnen und Bürger für das Gemeinwesen. Der Orden wird jährlich vom Ministerpräsidenten verliehen. Vorschlagsberechtigt sind der Ministerpräsident sowie für ihre Geschäftsbereiche die Staatsminister. Derzeit gibt es 1830 lebende Ordensträgerinnen und -träger, die Gesamtzahl ist auf 2000 begrenzt. Das Ordenszeichen hat die Form eines Malteserkreuzes.

PM_Greither.pdf