Es ist nicht einfach, in den Genuss von Vanille und Safran zu kommen. Die kletternde Orchidee, von der die Vanilleschoten stammen, blüht nur wenige Morgenstunden. In dieser Zeit müssen alle Blüten von Hand mit einem Bambusstäbchen bestäubt werden. Die gelb-orangen Safran-Blütennarben des Crocus sativus gehören zu den teuersten Gewürzen der Welt. Die Stempelfäden werden in aufwändiger Handarbeit geerntet.
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Die hocharomatische Vanille gehört zu den teuersten Gewürzen der Welt und war schon bei den Azteken ein Zahlungsmittel. Es handelt sich um eine vielseitig verwendbare Kostbarkeit: für Fleisch- und Fischgerichte ebenso wie für Süßspeisen. Sehr geschätzt wird die sogenannte echte Bourbon-Vanille aus Madagaskar, Réunion und von den Komoren. Diese Regionen sind auch die Lieferanten für die Herbaria Vanille. Der Name der Bourbon-Vanille rührt von einer ehemaligen Bezeichnung der Insel Réunion: Ile Bourbon - benannt nach dem französischen Adelsgeschlecht der Bourbonen.
Herbaria Safran aus Neuseeland ist farbintensiver und aromatischer als herkömmliche europäische Ware, laut einem italienischen Gutachten, das mehrere Safranarten miteinander verglich. Die Safranpflanze ist eine Krokusart, ähnlich der Herbstzeitlosen. Aus der Krokus-Zwiebel erwächst die fliederfarbene Safranblüte. Jede Blüte enthält drei rötlich braune bis orangenfarbene Blütennarben von etwa zehn Zentimentern Länge. Diese Narbenfäden werden von den geernteten Blüten abgeschnitten und getrocknet. Man braucht ca. 200.000 Blütennarben, um ein Kilo gebrauchsfertiges Safran zu gewinnen. Die Ernte ist reine Handarbeit und beträgt rund 400 Stunden für ein Kilogramm getrockneten Safran. In Neuseeland findet die Ernte im März und April statt.